Lateinamerika boomt seit einigen Jahren und hat Wachstumszahlen von rund fünf Prozent im Jahr. Demokratie und Wirtschaftswachstum in den Kernländern des Halbkontinents haben die Lebensbedingungen der Menschen verbessert.
2008 ist für Lateinamerika erneut mit einem Wirtschaftswachstum von mehr als 5,5 % zu rechnen. Somit wird in nur fünf Jahren ein kumuliertes Wachstum von 34 % erreicht werden. Als Folge dieses Booms steigt auch die Kaufkraft der Bevölkerung und es entsteht eine neue Mittelschicht, deren wirtschaftliche Basis vorrangig der Markt und nicht der Staat ist. Außerdem festigt sich die Widerstandskraft der Volkswirtschaften der Region gegenüber negativen externen Einflüssen.
Der Reichtum Lateinamerikas an Bodenschätzen, Energieressourcen und landwirtschaftlichem Potential spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei der Positionierung der Region in der Weltwirtschaft.
Steigende Löhne, wachsende Privatinvestitionen und expandierende Kreditvolumina stärken die Binnenkonjunktur der Region. Der Boom Lateinamerikas kann somit noch eine Reihe von Jahren andauern. Das für 2008 vorauszusehende hohe Wachstum der Region ist auf der einen Seite eine gute Basis für Fortschritte bei der Bewältigung der drängenden Strukturprobleme. Auf der anderen Seite wird die Attraktivität Lateinamerikas als Handels- und Investitionspartner auch für deutsche Unternehmen weiter zunehmen.
Fast alles das, was Asien für den weiteren Aufschwung benötigt, kann Lateinamerika längerfristig liefern. Dies ist eine gute Basis für eine dauerhafte strategische Zusammenarbeit. Ein baldiges Ende der starken Nachfrage aus Asien für lateinamerikanische Güter ist nicht abzusehen. Somit werden die Preise für lateinamerikanische Exportprodukte auf einem hohen Niveau bleiben.
Nach vier Jahren Wirtschaftsboom ist die Resistenz Lateinamerikas gegenüber externen Verwerfungen gewachsen.

Mittel- und Südamerika

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" Lateinamerika ist keine Priorität für Europa. Dennoch lieben wir Latinos den Alten Kontinent, aber es gelingt uns nicht, ihn für uns zu begeistern. Vieles verstehen wir nicht: Die Chinesen etwa machen sich überall breit, scheren sich weder um Demokratie und Menschenrechte, die Europäer nehmen davon nicht einmal Notiz. Sie sollten sich schon aus strategischem Eigeninteresse mehr bei uns engagieren. Und ich glaube, zumindest in Deutschland beginnt man das so zu sehen."

So z.B. Francisco Santos Calderón, Vizepräsident Kolumbiens, in der WELT vom 12.04.2008.